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Kontaktlinsen-Lexikon

Torische Kontaktlinsen

Torische Kontaktlinsen dienen der Korrektur einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus). Bei dieser Fehlsichtigkeit handelt es sich um einen angeborenen oder sich im Laufe des Lebens entwickelnden Brechungsfehler des Auges, aufgrund dessen einfallende Lichtstrahlen nicht als Punkt sondern als Linie auf der Netzhaut abgebildet werden.

Besonderheiten von torischen Kontaktlinsen

Im Vergleich zu sphärischen Kontaktlinsen gestaltet sich die Anpassung von torischen Kontaktlinsen deutlich schwieriger. Damit die Hornhautverkrümmung optimal ausgeglichen wird, ist es unbedingt erforderlich dafür einen Augenarzt oder Optiker aufzusuchen. Neben dem Sphärenwert müssen noch weitere Daten ermittelt werden, für die es spezielle Sehtests gibt.

Der Zylinderwert gibt die Höhe des Astigmatismus an und wird in negativen Dioptrienzahlen angegeben. Je stärker die Hornhautverkrümmung ist, desto höher ist dieser Parameter. Ein weiterer Wert, der für die Korrektur eines Astigmatismus von großer Bedeutung ist, ist die Achslage. Diese gibt die Position der Hornhautverkrümmung an und kann zwischen 0° und 180° liegen.

Torische Kontaktlinsen bei weiteren Fehlsichtigkeiten

Natürlich besteht auch bei einer Hornhautverkrümmung die Möglichkeit einer zusätzlichen Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit. Der Fachbegriff dafür lautet Astigmatismus compositus. In einem solchen Fall wird die Stärke entsprechend der notwendigen Dioptrien-Zahl angepasst.

Selbst eine Alterssichtigkeit kann bei einer Hornhautverkrümmung mit Gleitsicht-Kontaktlinsen korrigiert werden. Solche Multifokal-torischen Kontaktlinsen sind hochkomplex. Sie verfügen neben den oben genannten Parametern zusätzlich noch über den Additionswert, der die Sehstärke im Nahbereich angibt. Multifokal-torische Kontaktlinsen werden zur Zeit von CooperVision innerhalb der Produktfamilie Proclear angeboten.