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Kontaktlinsen-Lexikon

Optometrist

Ein Optometrist beschäftigt sich mit der Lehre der Messungen und Bewertungen von Sehfunktionen. Das Tätigkeitsfeld ist die Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Im Gegensatz zum Augenoptiker, dessen Fachgebiet die monokulare Augenoptik ist, liegt der Schwerpunkt eines Optometristen auf binokularem Sehen.

Die Optometrie gilt grundsätzlich als eine Ergänzung zur monoklaren Augenoptik. Ein Optometrist beschäftigt sich, abgesehen von der physikalischen Optik, zusätzlich mit der biologischen Optik. Die Ermittlung, Anfertigung und Anpassung optischer Hilfsmittel und Korrekturmittel wie Kontaktlinsen und Brille gehören jedoch nicht zu ihrem Tätigkeitsfeld. Diese werden von Augenoptikern und Augenärzten ausgeführt. In Deutschland wird die Berufsbezeichnung "Optometrist" grundsätzlich als Synonym für "Augenoptiker" verwandt.

Tätigkeitsschwerpunkte der Optometrie

Ein Optometrist hat als Tätigkeitsschwerpunkt das beidäugige Sehen. Die Messung und Beurteilung folgender Sehfunkionen sind sein Spezialgebiet:

  • Adaptation
  • Akkommodation (innere Augen-Motorik)
  • Auflösungs-Vermögen (räumlich)
  • Auflösungs-Vermögen, zeitlich (Flickerempfindlichkeit)
  • Auge-Hand-Koordination
  • Blick-Motorik (äußere Augen-Motorik)
  • Binokularsehen
  • Bewegungs-Sehen
  • Blendungsempfindlichkeit
  • Dämmerungssehen
  • Farbsehen
  • Fixation mit Hilfe der Konvergenz
  • Fixation mit Hilfe von Akkommodation
  • Fixation mit Hilfe von Blick-Folgebewegungen
  • Fixation mit Hilfe von Blick-Sprüngen (Sakkaden)
  • Fusion
  • Iris-Motorik (innere Augen-Motorik)
  • Kontrast-Wahrnehmung (Kontrastempfindlichkeit)
  • Nacht-Sehen
  • Sehschärfe
  • Spektrale Empfindlichkeit
  • Tages-Sehen
  • Tiefenunterscheidung (räumliches Sehen, Stereopsis)
  • unwillkürliches Augenzittern (Nystagmus)
  • isuelle Wahrnehmungs-Konstanzen